Warum Lissabon?
Ein langer Herbst-Wochenendtrip war der Plan – und Lissabon gewann die Abstimmung gegen Barcelona, Madrid und Porto. Fünf Tage, zwei Menschen, eine Stadt. Spoiler: Lissabon hat gewonnen.
Alfama – Das Herz der Stadt
Wir verbringen unseren ersten Tag in Alfama, dem ältesten Viertel der Stadt. Die steilen Gassen, die blau-weißen Azulejo-Kacheln an den Häuserwänden, die Wäsche, die zwischen den Häusern hängt – Alfama fühlt sich an wie aus einer anderen Zeit.
Am Abend finden wir eine kleine Taverne, in der gerade Fado gespielt wird. Eine Frau singt mit geschlossenen Augen über Sehnsucht und Verlust – das Saudade, der portugiesische Weltschmerz. Wir sitzen dort zwei Stunden und trinken grünen Wein.
Pastéis de Nata – Eine Liebe auf den ersten Biss
Im Originallokal der Pastéis de Belém stehen wir für 20 Minuten an. Es lohnt sich. Die kleinen Blätterteigküchlein mit Puddingfüllung, noch warm aus dem Ofen, mit Zimt und Puderzucker – wir essen drei Stück direkt vor Ort und nehmen noch eine Schachtel mit.
Sintra – Märchen im Grünen
Für unseren vorletzten Tag mieten wir einen kleinen Leihwagen und fahren nach Sintra. Der Palácio Nacional da Pena thront bunt und verspielt über dem Dorf – er sieht aus wie aus einem Kindermärchen. Die Wälder rundum sind kühl und grün, perfekt zum Wandern zwischen den historischen Gebäuden.
Fazit
Lissabon ist klein genug, um es in fünf Tagen zu durchstreifen, aber reich genug, um uns für Wochen zu beschäftigen. Die Menschen sind herzlich, das Essen ist fantastisch, und die Stimmung bei Sonnenuntergang am Tejo ist unvergesslich. Wir werden zurückkommen – versprochen.